Die Frauenhilfe ist der älteste bis heute noch bestehende Verein innerhalb der Kirchengemeinde.

Vom 17. - 19. Februar 1908 wurden in 14 Ortschaften der damaligen (Groß-)Kirchengemeinde Netphen Gründungsversammlungen der "Frauenhülfe" gehalten. 1911 wurden an den Provinzialverband 416 Mitglieder gemeldet.
Aus den Anfangsjahren wird berichtet, dass verschiedene junge Frauen Krankenpflegekurse mitmachten; unter den Ausgaben ist die Beschaffung von Verbandsmaterial und Ähnlichem angeführt. Die Frauenhilfe übernahm die Kindbettpflege oder auch die Fürsorge für die Kinder, wo eine Mutter krank war. Sonst traf man sich im Winterhalbjahr, um die Botschaft der Bibel zu hören und Geselligkeit zu pflegen. Es wurde Kaffee gekocht und oft hieß es: "Gedeck und Zubrot sind mitzubringen".

Ohne die Mitarbeit der Frauenhilfen wäre die Arbeit der Kirchengemeinden im letzten Jahrhundert und bis heute nicht vorstellbar. Sie waren die treuesten Gottesdienstbesucherinnen, sie betreuten kranke, alte und bedürftige Menschen in der Gemeinde. Sie organisierten Veranstaltungen für den Rest der Gemeinde oder die Sammlungen für Diakonie und Müttergenesungswerk. Ungezählte Stunden stellten sie sich in den Dienst der Kirche und ihres Herrn Jesus.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich Frauenarbeit stark gewandelt. Die regelmäßigen Gruppentreffen dienen natürlich weiterhin der freundschaftlichen Begegnung; daneben prägen zwei Elemente die Zusammenkünfte: Besinnung auf den Sinn des Lebens in der modernen Welt an Hand der Bibel und Informationen und Gespräch zu Themen der Erwachsenenbildung, besonders der Rolle der Frau und der Familie in unserer Zeit. Das PROGRAMM der Frauenhilfe-Nachmittage in Netphen für jeweils eine Jahreshälfte finden Sie hier. Es liegt auch zur Mitnahme bereit im Foyer des Ev. Gemeindehauses, Lahnstr. 67.